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Schlechte Führung führt zum Burn-out des Unternehmens

 

Burn-out des Unternehmens folgt schlechter Führung. Ja, Sie lesen richtig. Auch ein Unternehmen kann ausbrennen und verbrennen. 

Über Burn-out wurden schon zahllose Bücher, Reports, Studien und Fachartikel geschrieben. Nur wenig zu lesen gibt es über Burn-out des Unternehmens.

Mit diesem Beitrag erläutere ich

  • wie Burn-out im Unternehmen entsteht und wirkt.
  • Welche Rolle Führung dabei spielt.
  • Lösungsansätze stelle ich Im dritten Teil vor. Mit diesen kann dem Burn-out des Unternehmens vorgebeugt oder begegnet werden.

 

Burn-out des Unternehmens entsteht im Spannungsfeld von Betriebs- und Humanwirtschaft.

 

Und wir wissen, eine Ursache kann mehrere Wirkungen haben. Und umgekehrt kann eine Wirkung auf mehrere Ursachen zurückgeführt werden.

Burn-out ist keine Krankheit. Meist ist es ein lange andauernder Entwicklungsprozess. Und dieser kann in psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Suchterkrankungen münden.

Im Verlauf eines Burn-out-Prozesses deuten zahlreiche Faktoren auf eine Erkrankung hin. Diese sind unter anderem: Rückzug aus dem sozialen Umfeld, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen. Hinzu kommen körperliche Beschwerden ohne erkennbare körperliche Ursachen wie Rücken-, Kopf-, oder Bauchschmerzen, Tinnitus usw.

 

Burn-out entwickelt sich fast immer im Zusammenhang mit einer Erwerbstätigkeit.

 

Der Autor John Steinbeck bezeichnete Burn-out als „Managerkrankheit: eine Epidemie, die durch den Uhrzeiger hervorgerufen und durch den Terminkalender übertragen wird.“

Doch selbst in der Ehe, der Partnerschaft oder in der Familie kann es zur Entwicklung von Burn-out kommen.

Jeder Mensch jongliert seine verschiedenen Rollen in den Bereichen Ich, Beruf, Familie, Freunde / Gesellschaft.

Burn-out - Der Rollenjongleur

 

Ausgangspunkt sind oft enttäuschte Erwartungen. Ein anderes Mal ist es Überbelastung oder mangelnde Autonomie in der Gestaltung des Arbeitsalltages. Meistens kommen vielfältige Aspekte zusammen. Dementsprechend individuell und sehr unterschiedlich entsteht und verläuft Burn-out.

Immer spielt die sogenannte „Chronifizierung“  bei der Entwicklung von Burn-out eine fatale Rolle. Das heißt, problematische (Arbeits-)Verhältnisse sowie individuelle Verhaltensweisen und Einstellungen werden lange Zeit unverändert beibehalten.

Die wichtigsten Ursachen für Stress und dem folgend das Burn-out der Mitarbeiter sind:

  • Termin- und Leistungsdruck = immer mehr Arbeit in weniger Zeit bewältigen (Arbeitsverdichtung),
  • zunehmende Arbeitsplatzunsicherheit durch technologischen Wandel, globalen Wettbewerbsdruck, Verlagerung von Arbeit ins Ausland,
  • das Rennen nach unrealistischen Zielen,
  • Beschleunigung durch Informations- und Kommunikationstechnologie,
  • Anforderungen von Beruf und Familie.

Das ist Teil A der Burn-out-Ursachen. Teil B sind die weichen Faktoren, vor allem

  • schlechtes Arbeitsklima,
  • emotionaler Stress,
  • enttäuschte Erwartungen.

 

Burn-out des Unternehmens manifestiert sich in dessen Körper, Geist und Seele. 

 

Menschen gründen und führen Unternehmen bzw. arbeiten darin. Deshalb haben Unternehmen auch Körper, Geist und Seele. Der Körper sind die Gebäude, die Maschinen, die Büroeinrichtung und selbstverständlich die Menschen. Der Geist eines Unternehmens zeigt sich beispielsweise in der Innovationskraft, der emotionalen und rationalen Nähe zum Kunden. Die Seele des Unternehmens drückt sich im Betriebsklima sowie in der Kunden‐ und Mitarbeiterzufriedenheit aus. Wer zufriedene Kunden haben will, braucht auch zufriedene Mitarbeiter.

Und wer mehr Leistung möchte, muss mit seinen Mitarbeitern entsprechend umgehen. Diese und immer einbezogen auch die Führungskräfte, sind es letztendlich, die mit ihrer Kreativität Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Die Mitarbeitenden definieren die Prozesse im Unternehmen. Sie entscheiden, wo mit welcher Strategie verkauft wird. Ebenso legen sie die Organisation fest und sorgen für deren Funktionieren. Das Ergebnis ist ein mehr oder weniger reaktions‐ und anpassungsfähiges, innovatives und attraktives Unternehmen.

Die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Unternehmens sind nach meiner Auffassung

  • die Führung,
  • die Mitarbeitenden,
  • der Kundennutzen, als dem Sinn unserer Arbeit.

Burn-out - Schlüsselerfolgsfaktoren 1

 

Wenn Mitarbeiter unzufrieden sind, also deren Seele leidet, leidet auch das Unternehmen. Es verliert Wettbewerbsfähigkeit und gerät in die Krise. Es droht der ‚Organisations‐Burn-out‘.


Führungsqualität ist gesundheits- und erfolgswirksam. Sie verhindert das Burn-out des Unternehmens.

 

Die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen hat sich seit 1997 verdreifacht. Laut der DAK waren es 2018 je 100 Versicherte 236 Arbeitsunfähigkeitstage, davon 93 Fehltage wegen Depressionen. Und in den vergangenen Jahren haben die Fälle von Erwerbsunfähigkeit und Frühverrentung aufgrund psychischer Erkrankungen stark zugenommen.

Mitarbeiter an das Unternehmen zu ‚binden‘ und gesund zu erhalten gehört zu den wichtigsten unternehmerischen Aufgaben. Und dies nicht nur wegen des demographischen Wandels.

Menschen arbeiten am liebsten in erfolgreichen Organisationen. Und Unternehmen sind dort erfolgreich, wo deren Fähigkeiten zu den Anforderungen des Marktes am besten passen.

Und je besser die Unternehmensziele mit den Bedürfnissen der Mitarbeiter und den Anforderungen der Kunden in Einklang gebracht werden, desto besser sind die Ergebnisse.

Burn-out - Schlüsselerfolgsfaktoren 2

 

Wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen sind die Zusammenhänge zwischen Führungsqualität, mangelnder Arbeitszufriedenheit sowie dem Auftreten von Burn-out und chronischen Herzerkrankungen. Fest steht: Führungsqualität ist gesundheitswirksam.

 

Arbeitszufriedenheit

 

Menschen fühlen sich dort wohl, wo sie

  • respektiert werden,
  • sinnvolle Aufgaben haben,
  • gefordert und gefördert werden,
  • Freiräume und Verantwortung übertragen bekommen,
  • Anerkennung finden und ihnen vertraut wird.

 

Arbeit nimmt im Leben der Menschen einen großen Raum ein.

 

Und damit hat die Arbeitszufriedenheit auch einen großen Anteil an der Lebenszufriedenheit.

Aus wissenschaftlichen Studien, Fachartikeln und unserem eigenen Leben erfahren wir, was die Arbeitszufriedenheit steigert. Und sie ist umso höher, je besser folgende Punkte erfüllt sind:

  • Die Mitarbeitenden haben eine sinnvolle Aufgabe. Sie sind Teil eines größeren Projekts und tragen zu einem Großen und Ganzen bei.
  • Ihnen wird Vertrauen entgegengebracht. Und sie haben Transparenz bezüglich der Geschäftssituation, den Zielen und Strategien.
  • Sie werden wahrgenommen und anerkannt.
  • Sie spüren Sicherheit und
  • sind mit anderen Menschen im und außerhalb des Unternehmens verbunden.
    Weitere Aspekte sind
  • Handlungsräume und Entfaltungsmöglichkeiten der eigenen Talente,
  • Zeitsouveränität für selbstbestimmtes Arbeiten,
  • Entwicklungsmöglichkeiten für mehr Verantwortung, anspruchsvollere Aufgaben und höheres Einkommen.

Heutzutage können Vorgesetzte ihre Führungsaufgabe nur ausfüllen, wenn es ihnen gelingt, ihre Mitarbeiter richtig kennen zu lernen und zu wissen, was diese beschäftigt und sogar belastet.

Das Team

 

Die ständigen Veränderungen und Herausforderungen unserer Welt erfordern auch neue Führungseigenschaften. Wir brauchen in den Führungspositionen Denker, Macher und vor allem Fühler und Wahrnehmer.

 

Arbeitsschutz

 

Psychischen Fehlbelastungen am Arbeitsplatz muss entgegengewirkt werden. Menschen brennen nachweislich immer häufiger und schneller aus. Darunter leiden auch die Unternehmen und damit die gesamte Wirtschaft!

Unternehmer sind gemäß Arbeitsschutzgesetz § 5 verpflichtet, die Arbeitsbedingungen hinsichtlich ihrer möglichen gesundheitsschädlichen Auswirkungen zu überprüfen und entsprechend gefährdende Faktoren abzuschaffen.

Erkrankt ein Mitarbeitender (z.B. an Depression / Burn-out) und der Arbeitgeber kann die Psychische Gefährdungsbeurteilung nicht nachweisen, dann kann die Geschäftsführung in die Haftung genommen werden.

Es kommt zu einer Ordnungswidrigkeit. Und unter bestimmten Voraussetzungen handelt es sich sogar um eine Straftat, wenn die psychische Gefährdungsbeurteilung nicht durchgeführt wird. (ArbSchG § 25 und § 26)

 

Lösungsansätze, die Burn-out des Unternehmens verhindern

 

Ein guter Ansatz liegt in einem besseren Zeit-, Arbeits- und Selbstmanagement.

Burn-out - Zeit-, Arbeits- und Selbstmanagement

 

Bei der Zeit geht es darum, dringend von wichtig zu unterscheiden. Und sich auf die Dinge zu konzentrieren, die den größten Ergebnisanteil haben. Nach dem Pareto-Prinzip sind es in Summe nur 20 % der Maßnahmen, die 80 % des Ergebnisses bringen.

Ergebnisse erzeugen in erster Linie die Mitarbeitenden. Deswegen sollte ihnen auch die größte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ohne Kunden kann jedoch kein Unternehmen seine Ziele erreichen. Deswegen ist das die zweite Personengruppe, die höchste Aufmerksamkeit erfordert.

Bezüglich der Arbeit empfiehlt es sich, möglichst an die richtigen Mitarbeiter zu delegieren. Das erfordert bei den Führungskräften natürlich Vertrauen und ein gewisses Maß an Fehlertoleranz.

Alles was wiederkehrend getan wird, sollte unbedingt standardisiert werden. Seinen eigenen Qualitätsanspruch muss man auch vorleben. Dazu gehört ehrliche Information und Kommunikation mit den Beteiligten und Betroffenen.

Ohne Reaktions- und Anpassungsfähigkeit sowie Fortschritt wird jedes Unternehmen zum Auslaufmodell. Das bedeutet, Produkte und Dienstleistungen sowie die Geschäftsabläufe und das Geschäftsmodell müssen kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Jeder sollte sich so annehmen, wie er ist. Und wer für andere sorgt, für den wird auch gesorgt. Eine hohe Lebensqualität gewinnen wir, indem wir uns vor dem Haben auf das Sein konzentrieren, unseren Körper, Geist und Seele in Bewegung halten und abwechselnd für Spannung und Entspannung sorgen.

Burn-out - wir müssen lernen

 

Unternehmensführungen müssen sich nicht nur intensiver um ihre Mitarbeiter kümmern. Sie müssen sich auch, mit dem nötigen Gesundheitsbewusstsein, neue Fähigkeiten und Eigenschaften aneignen, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Einige wichtige Kompetenzen können  Sie in der Grafik lesen.

 

Mit Verhältnis- und Verhaltensprävention dem Burn-out des Unternehmens 

und den psychischen Fehlbelastungen am Arbeitsplatz entgegenwirken.

 

Auf jeden Fall ist es sinnvoller, Geld in die Gesundheit und Weiterentwicklung der Mitarbeiter zu investieren, als später in Arbeitsausfall und Krankheit.

 

Burn-out - psychische Fehlbelastungen am Arbeitsplatz

 

Um seine Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu prüfen und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren, sollte jedes Unternehmen regelmäßig einen Fitness-Check machen. Ihr Auto muss ja auch alle zwei Jahre zum TÜV. Eine sehr bewährte Methode ist die 26P Erfolgs- und Renditetreiberanalyse. Am Ende dieses Beitrags finden Sie einen Link zu einem Impulsvideo.

 

Die Dynamik und Komplexität unserer Arbeitswelt (Dynaxität) wird sicher nicht geringer.

Burn-out - den Seeleninfarkt vermeiden

 

Umso wichtiger ist es, dem Seeleninfarkt bzw. Burn-out der Mitarbeitenden vorzubeugen und eine Balance aus den äußeren und inneren Werten, aus den materiellen und immateriellen Faktoren herzustellen.

 

Das 7-Mit-Prinzip erfolgreicher Führung gegen Burn-out des Unternehmens

Burn-out - Das 7-mit-Prinzip guter Führung

 

Eine Führungskraft wirkt in drei Rollen:  sie ist  Ermöglicher + Unterstützer + Vorbild.

Aus all den genannten Erkenntnissen und Erfahrung in 25 Jahren Personal- und Ergebnisverantwortung habe ich mein 7-mit-Prinzip erfolgreicher Führung entwickelt; es lautet:

  • mit-wissen,
  • mit-denken,
  • mit-entscheiden,
  • mit-verantworten,
  • mit-machen,
  • mit-lernen und natürlich auch
  • mit-feiern.

 

Die Wirkung des Prinzips ist direkt und nachhaltig.

  1. Die Mitarbeitenden wissen wo es hingeht, was erreicht werden soll und welcher Beitrag von ihnen erwartet wird.
  2. Sie sollen mit darüber nachdenken, wie etwas trotz Schwierigkeiten doch gemacht werden könnte.
  3. Sie entscheiden sich gemeinsam für den besten Weg und
  4. tragen für das Ergebnis gemeinsam Verantwortung. Natürlich hat der Chef das letzte Wort.
  5. Alle machen mit, weil es ihre gemeinsame Sache ist.
  6. Dabei lernen sie etwas besser zu machen und
  7. feiern selbstverständlich auch alle gemeinsam den Erfolg.

Nutzen Sie das vorhandene Mitarbeiterpotenzial. Ich bin sicher, auch Ihr Unternehmensergebnis kann sich um einen hohen  Prozentsatz verbessern, ohne deswegen Mitarbeiter einstellen oder viel Geld ausgeben zu müssen.

Wenn Sie sich dafür interessieren, können Sie hier klicken und sich ein knapp 12 minütiges Impulsvideo ansehen oder sich hier zu einem kostenlosen Webinar mit viel Hintergrundinformation anmelden. Es wird sich in jedem Fall für Sie lohnen. Denn Sie lernen eine neue bahnbrechende Sicht auf Unternehmen kennen. Und Sie erfahren, wie mit minimalem Zeitaufwand alle Problemursachen und Verbesserungsmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen glasklar identifiziert werden können.

 

PS Wenn Sie als Unternehmer, Führungskraft oder Berater meine regelmäßig erscheinenden, praxiserprobten, kostenlosen und garantiert werbefreien Erfolgsbriefe abonnieren möchten, klicken Sie bitte hier und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an. Ich freue mich, mit Ihnen verbunden zu sein.

 

Links:

Impulsvideo:               https://sieg-verkauft.de/26p-impulsvideo/
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Autor:           Manfred Sieg
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