Erfahrung mit meiner Stärken-Schwächen-Analyse

 

In diesem Beitrag berichte ich über meine Vorgehensweise und Erfahrung mit meiner Stärken-Schwächen-Analyse von Unternehmen.

„Probleme sind die Wegweiser und Autopiloten zum Erfolg. In jedem Problem steckt eine Lernaufgabe. Wer diese erkennt und löst, hat damit auch den Lösungsweg und kann mühelos einen Erfolgssteigerungsplan entwickeln.“

Als ich vor vielen Jahren diesen Zusammenhang begriff, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich wusste schon lange, dass die Suche nach den Schuldigen unproduktiv ist, und die konstruktive Suche nach beständigen Lösungen Geld spart und zu besserer Stimmung führt.

Häufig sind es auch Umstände, für die ein Einzelner nichts kann. Zudem steigen in allen Bereichen die Anforderungen, nehmen die Komplexität, die Geschwindigkeit und das Ausmaß von Veränderungen zu.

Ein Problem als Lernaufgabe zu verstehen, war mir jedoch neu.

Ich beschloss künftig bei Engpässen, Schwierigkeiten und Problemen nicht nur deren Wirkungen zu betrachten, sondern den wahren Ursachen genau auf den Grund zu gehen. Hierfür entwickelte ich schon zu meiner Zeit als Vertriebsmanager ein durchgehendes Konzept.

 

Weg von… hin zu… – Erfahrung mit meiner Stärken-Schwächen-Analyse

 

Rückblickend auf mehr als fünfzehn Jahre werde ich aus zwei Gründen als Sparringspartner/Berater/Coach gebucht:

  1. 60 % Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation,
  2. 40 % Bestandsaufnahme und Orientierung für die Weiterentwicklung.

weg von,,, hin zu... Erfahrung mit meiner Stärken-Schwächen-Analyse 

Zu 1: Die Unzufriedenheit bezieht sich in der Regel auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens – vor allem das Vertriebsergebnis, schlechte Stimmung oder viele „unverständliche“ Probleme.

Zu 2. Meistens ist der Klient auf der Suche nach einer Strategie.

Im Prinzip geht es immer darum, von einem vorhandenen Zustand wegzukommen, hin zu etwas Besserem, Neuem, Anderen.

Der Prozess beginnt stets mit der Analyse und Bewertung der Ausgangssituation. Danach werden die Ziele konkretisiert, die Strategie entwickelt, notwendige Maßnahmen sowie Aktionen erarbeitet. 

Die Ziele können jedoch nur dann erreicht werden, wenn die richtigen Maßnahmen richtig umgesetzt werden. Und dies wiederum erfordert von allen Beteiligten und Betroffenen Lern- und Veränderungsbereitschaft sowie, um es auf den Punkt zu bringen, reale Verhaltensänderungen.

 

Albert Einstein formulierte dies so treffend:

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Und weiter:

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

 

Alles ist mit allem direkt oder indirekt vernetzt – Erfahrung mit meiner Stärken-Schwächen-Analyse

 

So sind auch Probleme, deren Ursachen und Gründe der Ursachen mit anderen Problemen, Ursachen und Gründen verbunden.

Bei einem Unternehmen könnte man auch von einer Gemengelage sprechen, die sich über mehrere Ebenen (Wirkungen, Ursachen, Gründe) erstreckt und in seinen Merkmalen mehr oder weniger starke Spannungen bzw. Abweichungen vom Wunschzustand hat.

Probleme - Erfahrung mit meiner Stärken-Schwächen-Analyse

Probleme sind dabei für den gewünschten Erfolg mehr oder weniger bedeutsam. Sie sollten entsprechend wichtig genommen und mehr oder weniger dringend gelöst werden.

 

Schnell die wahren Ursachen und Gründe identifizieren – Erfahrung mit meiner Stärken-Schwächen-Analyse

 

Die Merkmale können unterschiedlicher Natur sein (materiell, körperlich, technisch, wirtschaftlich, informell, psychisch, intellektuell…).

Um hier möglichst rasch Ordnung reinzubringen und zu den wahren Ursachen und Gründen von Problemen, Schwierigkeiten oder Engpässen vorzustoßen, habe ich zwei spezielle Vorgehensweisen entwickelt:

  1. Den 4M Status-Workshop
  2. Die 26P-ER Erfolgs- und Renditetreiberanalyse.

Beide Analysen dienen dem Zweck, den richtigen Ansatzpunkt für mehr Unternehmenserfolg oder Lebensqualität zu finden, ohne dafür unnötig viel Zeit und Geld investieren zu müssen.

Zu 1. Es ist ein interaktiver 1-Tagesworkshop mit 3-12 Teilnehmern, ideal sind 6-8.

Die 4 M stehen für

  • Markt (Kunden, Mitbewerber…)
  • Menschen (innerhalb und außerhalb des Unternehmens)
  • Marketing und alle Prozesse sowie
  • Moneten (Finanzen und Kennzahlen).

Zu 2. Es ist eine ausführliche Mitarbeiterbefragung per Fragebogen zu allen Aspekten des Unternehmens.

Am Ende dieses Artikels finden Sie Links zu beiden Produktbeschreibungen und ein Impulsvideo. Hier geht es jetzt erst einmal um meine prinzipiellen Erfahrungen.

 

Verortung der Mitarbeiterbefragung – Erfahrung mit meiner Stärken-Schwächen-Analyse

 

Von der Medizin wissen wir, dass die genaue Diagnose entscheidend für die Wahl der richtigen Therapie und den damit verbundenen bestmöglichen Heilungserfolg ist.

Ich vergleiche die Arbeit mit meinen Klienten häufig mit der Arbeit eines Arztes. Je nachdem wie der Patient das Krankheitsbild beschreibt, wählt der Arzt eine Diagnosemethode: in die Augen schauen, abtasten, Blutdruck messen, Harnanalyse, Blutbild, EKG, Sonografie, Röntgen, CT, MRT, Biopsie.

Selbst bei einer einfachen Operation, wie dem Zahn ziehen, verzichtet kein Zahnarzt auf das Röntgenbild. Denn vielleicht könnte der Schmerzen verursachende Zahn durch eine Wurzelbehandlung gerettet werden.

Das MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) ist immer angesagt, wenn es um die Analyse innerer Schichten des Körpers geht.

Genauso ordne ich eine Mitarbeiterbefragung ein, wenn diese sich über alle Belange des Unternehmens und dessen Entwicklung erstreckt und nicht nur dem „Puls fühlen“ bezüglich der Mitarbeiterzufriedenheit dient.

Inzwischen nehme ich Aufträge ohne Mitarbeiterbefragung nur in Ausnahmefällen an. Denn die wahren Ursachen von Problemen/Herausforderungen und die Gründe für die Ursachen liegen stets sehr viel tiefer als es die Klienten angeben.

Meiner Erfahrung nach ist die Erkenntnistiefe über den inneren Zustand und die Erfolgsfaktoren eines Unternehmens mit keiner anderen Methode schneller und billiger zu erreichen als mit einer qualifizierten Mitarbeiterbefragung.

 

Hier zwei Beispiele:

 

Ich muss dazu sagen, dass meine hauptsächliche Zielgruppe inhabergeführte Unternehmen mit 20-250 Beschäftigte ist.

Beispiel 1:

Eines Tages rief mich aufgrund einer Empfehlung der Inhaber eines Unternehmens mit 20 Beschäftigten an und fragte mich, ob ich mich auch mit Projekten auskenne, bei denen das Unternehmen vom geschäftsführenden Inhaber unabhängig werden soll. „Das gehört zu meinen Lieblingsprojekten und entspricht meiner Kernkompetenz.“ antwortete ich. Es ging darum das Unternehmen so in Form zu bringen, dass es auch ohne die Anwesenheit des Inhabers erfolgreich funktioniert und damit für potenzielle Käufer interessant ist.

Das Ergebnis der Mitarbeiterbefragung war eindeutig und teilweise sehr ernüchternd. Insbesondere wurden die Ungleichbehandlung von Mitarbeitenden, fehlendes konsequentes Einschreiten bei Fehlleistungen/Problemen und mangelnde Perspektive bezüglich der Unternehmensentwicklung kritisiert. Andererseits waren die Einsatzbereitschaft und Fähigkeiten der Mitarbeitenden sowie die Wettbewerbsposition attraktiv.

Ich mach es kurz. Wir bearbeiteten die wichtigen Probleme und fanden schließlich den Käufer im Unternehmen. Der damals 37-jährige stellvertretende Geschäftsführer kaufte es und führt es seitdem erfolgreich weiter.

Beispiel 2:

Bei einer Vortragsveranstaltung fragte mich die für das Marketing Verantwortliche eines Unternehmens mit 70 Mitarbeitenden, ob ich in ihrem Unternehmen mal die Marketingunterlagen auf Verkaufswirksamkeit prüfen könnte. Ich antwortete „Grundsätzlich ja“. Aber ich müsste erst einmal verstehen, in welcher Marktsituation sich das Unternehmen befindet und warum die Marketingunterlagen der Schlüssel zu mehr Erfolg sein sollen.

Bei meinem Besuch saß ich dann dem Inhaber, dem Verkaufsleiter, der Marketingverantwortlichen sowie dem Finanz- und Personalleiter gegenüber. Die Zusammensetzung der Gesprächsrunde zeigte schon, dass der Kittelbrennfaktor definitiv nicht die Marketingunterlagen sein konnte.

Die Mitarbeiterbefragung brachte uns auf die Spur. Wir kamen über Umsatzrückgang – Finanzkrise – Kundenausfall – zu hohe Preise – hohe Herstellkosten auf fehlende Innovationen. Es handelte sich um Produkte, bei denen die Zukunft in der Digitaltechnik, statt in der Analogtechnik liegt. Aber 6 von 8 Entwicklungsmitarbeitern konnten nur analog. Insgesamt förderten wir 178 mehr oder weniger gravierende Aspekte zu Tage, in denen das wahre Problem verborgen war. Kein Wunder, dass sich das Unternehmen in schwerer See befand und Schlagseite hatte.

 

Mitarbeiterbefragung – Erfahrung mit meiner Stärken-Schwächen-Analyse 

 

  • Durch die Einbeziehung möglichst aller Mitarbeiter wird ein wichtiger Impuls gegeben und Motivation ausgelöst. Dies, weil die Mitarbeiter ernsthaft nach ihrer Meinung zu allen wichtigen Themen ihres beruflichen Umfeldes befragt werden und so Einfluss auf die Gestaltung der Unternehmenszukunft nehmen können. Ein Ruck geht durch die Mannschaft.
  • Fast alle erkannten Probleme sind hausgemacht und lassen sich lösen bzw. für die Zukunft vermeiden. Allerdings ist dann Verhaltensänderung angesagt.

    Manche Unternehmen befinden sich nur deswegen in einer unbefriedigenden Situation, weil Probleme ausgesessen oder nicht ernst genommen wurden. Oder man wollte sie nicht wahrhaben. 

    Kommen äußere Ereignisse wie Kündigung, Entscheiderwechsel, Unfälle und sonstige Ausnahmesituationen hinzu, rächt sich      das doppelt.

  • Mitarbeitende fordern durchwegs von ihren Führungskräften eine bessere Information, Kommunikation und möchten in die Entwicklung des Unternehmens einbezogen werden. Wenn das gegeben ist, steigt nicht nur die Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden enorm. Die Ergebnisse sind auch besser.
  • Vertrauen ist ein wichtiger Faktor. Nur so erfahre ich persönliche Befindlichkeiten (z.B. drohende Kündigungen von Mitarbeitenden), die in einer offenen Umfrage oder Besprechung niemals erwähnt würden. Die Informations- und Datenqualität ist sehr hoch.

 

Fragebogen – Erfahrung mit meiner Stärken-Schwächen-Analyse

 

  • Der Fragebogen hat den Vorteil, dass sich der Teilnehmer zu Hause in Ruhe mit seiner Aufgabe, seinem Arbeitsplatz und Arbeitgeber sowie dem Geschäft auseinandersetzen kann. Natürlich sollen die Teilnehmer auch Kommentare abgeben und Verbesserungsvorschläge machen.

    Dieses Vorgehen sorgt aus drei Gründen für eine bessere Datenqualität als bei online-Befragungen: 
    1. Der Fragebogen kann überallhin mitgenommen werden und erfordert keinerlei technische Infrastruktur.    
    2. Ein handschriftlich ausgefüllter Fragebogen ist auch mit den Kommentaren und Verbesserungsvorschlägen verbindlicher.
        Selbstverständlich wird der Fragebogen anonym ausgewertet. Rückschlüsse auf einzelne Teilnehmer sind nicht möglich.
        Es ist daher 
    3. kein erhöhter technischer Aufwand bezüglich des Datenschutzes nötig.

  • Die Fragebögen der Mitarbeiter werden grundsätzlich vertraulich und anonym behandelt. Nur ich als Berater weiß, welche Person welchen Fragebogen ausgefüllt hat. Immerhin 95 % aller Teilnehmer haben bisher mir gegenüber ihre Anonymität aufgehoben. Das zeigt einerseits das Interesse und die Bereitschaft konstruktiv mitzuarbeiten. Andererseits spricht es für das Vertrauen in die handelnden Personen.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier die angekündigten Links:

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

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Service & Impressum:

Autor:          Manfred Sieg 
E-Mail:         manfred@sieg-verkauft.de
Telefon:       +49 (0)2304-9116870 
Adresse:        MANFRED SIEG e. K.
                       Am Hermannsbrunnen 14
                       D-58239 Schwerte


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